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Türkisch-Deutscher Austausch über die Rahmenbedingungen in der Begleitung von Menschen mit Behinderung

24.04.2019

Türkische Pädagogen informieren sich bei BewohnerInnen und Mitarbeitern über das Leben in einer Wohnstätte

Im Rahmen des Erasmusprojektes kam es mittlerweile zum 4. mal zu einem Deutsch-Türkischen Austausch unter der Leitung von Frau Belek bei der Lebenshilfe Herne. Aus der Türkei nahmen neun pädagogische MitarbeiterInnen aus unterschiedlichen Bereichen wie Schule und Einrichtungen der Behindertenhilfe teil. Von Seiten der Lebenshilfe Frau von der Dunk und Frau Hampel als Vertreterinnen der bei uns wohnenden Menschen und Herr Schrage (Qualitätsmanagement) zur Erläuterung der Rahmenbedingungen unter denen Wohnen bei der Lebenshilfe Herne stattfindet.

Es kam sehr schnell zu einem intensiven Austausch über die Lebensbedingungen von Menschen mit Behinderung in Deutschland und der Türkei. Von besonderem Interesse war für die türkischen Pädagogen der alltägliche Ablauf in unseren Wohnstätten, die Finanzierungsgrundlagen und auch Themen die uns intensiv beschäftigen, wie die Teilhabe am gesellschaftlichen Leben. Spannend war dabei, dass in der Türkei der Begriff der Inklusion, also die Schaffung eines Lebensraum, in dem sich der Mensch mit Behinderung möglichst ohne auf Unterstützung anderer angewiesen sein bewegen kann, anders wahrgenommen wird.

Die türkische Delegation mit Frau von der Dunk, Frau Hampel und Herrn Schrage
Die türkische Delegation mit Frau von der Dunk, Frau Hampel und Herrn Schrage

Während in Deutschland durch eine Vielzahl von außerhalb der „normalen“ Realität vorhandenen Lebensräumen, wie Förderschulen, Werkstätten für Menschen mit Behinderungen und auch Wohnstätten, dafür gesorgt werden muss, dass der Zugang zur üblichen Lebenswelt ermöglicht wird, ist in der Türkei das Leben von Menschen mit Behinderung üblicherweise im Alltag verankert. Die Lebensgestaltung findet auch im Erwachsenenalter überwiegend im familiären Zusammenhang statt und es gibt auch keine so ausgeprägten Trennungen in den Schulen oder in der Arbeitswelt.

Die Teilnehmer des Projektes waren sehr interessiert an dem wie Frau von der Dunk und Frau Hampel ihr Leben in der Wohnstätte wahrnehmen. Beide konnten die vielen Fragen gut beantworten und ein lebensnahes Bild von den Wohn- und Lebensbedingungen vermitteln. In diesem Zusammenhang bekamen die BesucherInnen aus der Türkei auch die Möglichkeit sich unsere Wohnstätte III anzuschauen.

Zum Abschluss wurde von der Projektgruppe zurückgemeldet, dass Sie viele Anregungen und Eindrücke bekommen haben, die Sie in die Türkei mitnehmen werden. Wir können sagen, dass auch ein Stück der türkischen Sicht bei uns geblieben ist, von der wir profitieren können.

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